Bei Schäden in Rohrleitungen und Kanälen (Risse, Rohrversätzen, Wurzeleinwuchs), kommt der Mr. PIPE-Liner, ein PU-folienbeschichteter Nadelfilzschlauch zum Einsatz. Umweltschonend wird der Mr. PIPE-Liner vor Ort im geschlossenen, klimatisierten Sanierungs-LKW mit einem Reaktionsharz imprägniert, exakt auf den zu sanierenden Kanalabschnitt abgelängt und unter Beaufschlagung von Druckluft über vorhandene Zugangsöffnungen (Revisionsschacht, Putzstück oder Baugruben) in das schadhafte Altrohr inversiert. Durch Aufrechterhalten des Inversionsdruckes schmiegt sich der zunächst flexible Mr. PIPE-Liner formschlüssig an das Rohr an - auch in Bögen, Versätzen und in Nennweitenveränderungen. Der Mr. PIPE-Liner härtet innerhalb von nur 2 Stunden zu einem Kunststoff (Duroplast) aus. Eine darauf folgende Druckprüfung belegt den Erfolg der Sanierungsmaßnahme. Vorhandene Abzweige werden unter Kamerabeobachtung und Verwendung eines Fräsroboters geöffnet.
Die von Mr. PIPE eingesetzten chemischen Komponenten lassen sich nach vorgegebenen Mischungsverhältnissen sowohl manuell als auch maschinell verarbeiten. Die Forderung nach hoher, reproduzierbarer Qualität wird durch den Einsatz von computergesteuerter Anlagentechnik und Steuerungstechnik (SPS) unterstützt.
Das Deutsche Institut für Bautechnik hat dem Mr. PIPE-Verfahren für die grabenlose Sanierungstechnik von erdverlegten Kanälen (DN 100 - 300) die bauaufsichtliche Zulassung (DIBt-Zulassung, Zulassungsnummer Z-42.3-364) erteilt.